Nationalmannschaftsmitglied Philipp Kehl gewinnt nur knapp vor Christian Perl
"So schöne Läufe findet man nur selten, die Strecke, die Konkurrenz und
die Organisation, eine wirklich gelungene Veranstaltung". So lobte der Sieger
Philipp Kehl vom SVO Germaringen den 15. Kampenwandberglauf. Aber auch der
Zweitplatzierte, Christian Perl vom Post-Telekom-SV Rosenheim war zufrieden. Lange liefen
die beiden die 6 km lange und mit 830 Höhenmeter auch extrem schwere Strecke Schulter an Schulter
von der Talstation der Kampenwandseilbahn bis hinauf zur Steinlingalm.
Dabei gelang es Christian Perl sogar, sich am steilsten Stück der Strecke
bei der Gorialm etwas abzusetzen. Danach wird das Gelände aber wieder
flacher und Philipp Kehl konnte noch einmal Kräfte mobilisieren. 600 Meter
vor dem Ziel holte er sich die Führung zurück und gewann mit 34,46 Minuten
mit neun Sekunden Vorsprung. Weitere 14 Sekunden dahinter lief dann als
Drittplatzierter der Sieger der beiden Vorjahre Stefan Tassani-Prell vom
SC Ainring ein, noch vor Arnold Starosczyk, der mit seiner Zeit aus dem Jahre
1992 von 32,24 Minuten immer noch den Streckenrekord hält.
Nicht ganz so spannend verlief das Rennen bei den Frauen. Hier gewann überlegen
in beachtlichen 42,44 Minuten Eva Blüml vom Post-Telekom-SV Rosenheim. Sie
setzte sich vom Start weg vom übrigen Damenfeld ab und hatte im Ziel fast
drei Minuten Vorsprung auf Dagmar Klein von der LG Rupertiwinkel, die mit
einer Zeit von 45.31 das Ziel erreichte. Dritte wurde mit 45,51 Minuten Antje Rieger
vom TSV 1860 Rosenheim.
Hervorragende Ergebnisse lieferten insbesondere die Jugendlichen ab.
Bei den Mädchen siegte hier Franziska Göß vom SLV Bernau mit 60,18 Minuten.
Die männliche Jugend gewann der 17 jährige Benedikt Fritz vom FC Bischofswiesen
mit respektablen 40,40 Minuten vor den einheimischen Läufern Felix Leitner und
Mathias Zacherl vom SLV Bernau und Martin Speulda vom SC Prien. Mit dreizehn
Jahren waren diese drei Läufer die jüngsten Teilnehmer der Veranstaltung.
Der älteste Starter war mit 86 Jahren Willi Haase aus Düsseldorf. Er
bewältigte die Strecke in eineinhalb Stunden. Wenn man bedenkt, daß dieser
Läufer bereits 1936 die Fackel mit dem olympischen Feuer nach Berlin getragen
hat, ist diese Leistung höchst respektvoll zu bewerten.