TSV Bad Endorf - Abt. Berglauf und Triathlon
15. Kampenwandberglauf am 9.7.2000 Zurück

Nationalmannschaftsmitglied Philipp Kehl gewinnt nur knapp vor Christian Perl

"So schöne Läufe findet man nur selten, die Strecke, die Konkurrenz und die Organisation, eine wirklich gelungene Veranstaltung". So lobte der Sieger Philipp Kehl vom SVO Germaringen den 15. Kampenwandberglauf.
Aber auch der Zweitplatzierte, Christian Perl vom Post-Telekom-SV Rosenheim war zufrieden. Lange liefen die beiden die 6 km lange und mit 830 Höhenmeter auch extrem schwere Strecke Schulter an Schulter von der Talstation der Kampenwandseilbahn bis hinauf zur Steinlingalm. Dabei gelang es Christian Perl sogar, sich am steilsten Stück der Strecke bei der Gorialm etwas abzusetzen. Danach wird das Gelände aber wieder flacher und Philipp Kehl konnte noch einmal Kräfte mobilisieren. 600 Meter vor dem Ziel holte er sich die Führung zurück und gewann mit 34,46 Minuten mit neun Sekunden Vorsprung. Weitere 14 Sekunden dahinter lief dann als Drittplatzierter der Sieger der beiden Vorjahre Stefan Tassani-Prell vom SC Ainring ein, noch vor Arnold Starosczyk, der mit seiner Zeit aus dem Jahre 1992 von 32,24 Minuten immer noch den Streckenrekord hält.

Nicht ganz so spannend verlief das Rennen bei den Frauen. Hier gewann überlegen in beachtlichen 42,44 Minuten Eva Blüml vom Post-Telekom-SV Rosenheim. Sie setzte sich vom Start weg vom übrigen Damenfeld ab und hatte im Ziel fast drei Minuten Vorsprung auf Dagmar Klein von der LG Rupertiwinkel, die mit einer Zeit von 45.31 das Ziel erreichte. Dritte wurde mit 45,51 Minuten Antje Rieger vom TSV 1860 Rosenheim.

Hervorragende Ergebnisse lieferten insbesondere die Jugendlichen ab. Bei den Mädchen siegte hier Franziska Göß vom SLV Bernau mit 60,18 Minuten. Die männliche Jugend gewann der 17 jährige Benedikt Fritz vom FC Bischofswiesen mit respektablen 40,40 Minuten vor den einheimischen Läufern Felix Leitner und Mathias Zacherl vom SLV Bernau und Martin Speulda vom SC Prien. Mit dreizehn Jahren waren diese drei Läufer die jüngsten Teilnehmer der Veranstaltung.

Der älteste Starter war mit 86 Jahren Willi Haase aus Düsseldorf. Er bewältigte die Strecke in eineinhalb Stunden. Wenn man bedenkt, daß dieser Läufer bereits 1936 die Fackel mit dem olympischen Feuer nach Berlin getragen hat, ist diese Leistung höchst respektvoll zu bewerten.

Hier die Ergebnisliste von Jak Mayer.